Freitag, 26. September 2008

München und die Wiesn

Was ich an den Wiesn nicht mag? Das ich in München wohne!
Die U-, S- und Straßenbahnen sind selbst am Morgen auf dem Weg zur Arbeit so brechend voll, dass man kaum mehr einsteigen kann.

Wer das öffentliche Verkehrssystem hier kennt, weiß wie dramatisch dies ist. Alles muss rasend schnell geschehen, denn der Zeitplan muss eigehalten werden. Einmal in oder außerhalb des Zuges und die Türen geschlossen, öffnen sich diese gnadenlos nicht wieder bis zum nächsten Halt. Da hilft auch kein bitten, betteln und anflehen des Schaffners.

Was ich an den Wiesn mag? Das ich diese das erste Mal in voller Montur erleben und genießen konnte! Zur diesjährigen Betriebsfeier ging es in das Hofbräuzelt. Natürlich im Dirndl! Wer hätte das gedacht? Als ich hierher zog beteuerte ich noch: „Mich bekommt niemand in so ein Ding!“ Doch einmal das Feeling kurz vor und zur Wiesnzeit in München erlebt und schon ist man dabei. Selbst Menschen, von welchen man niemals erwarten würde, dass diese Tracht tragen präsentieren sich in vollem Glanz. Von der Punkerin im Dirndl, über den Öko oder die Schickimicki Dame, alle sind sie dabei. Es ist wie ein bayerischer Karneval!