Mittweida, den 31. Mai 2008
Über 200 Absolventen und Gäste nahmen den beschwerlichen Weg nach Mittweida auf sich, um an der Exmatrikulationsfeier teilzunehmen. Auch wir, Claudia, Andrea und ich, fanden uns pünktlich an der Mensa ein, um ein paar der begehrten Plätze zu sichern. Das ist kein Witz, denn nicht wenige mussten knapp zwei Stunden bei gefühlten 35 Grad stehen. Ein Großteil davon Medienstudenten 04. Über einen Zusammenhang mag ich jetzt nicht spekulieren. Ist auch unspannend im Gegensatz zum Programm. Geboten wurden uns sowohl musikalische als auch rhetorische Leckerbissen. Den Anfang machte die Musikgruppe Saxonia (stimmt das Andrea?) bestehend aus Opi (Geige), Mutti (Piano) und Sohnemann (ebenfalls Piano). Mit Henry Maske's "Time to say goodbye!" wurden wir eingestimmt. Andächtig senkten wir die Köpfe und versuchten einen Lachkrampf zu unterdrücken. Anschließend schwang sich unser Rektor hinter das Rednerpult und erinnerte uns unmissverständlich daran, dass wir wieder im "scheenen Sochsen sin". Ein paar Highlights seiner Physikvorlesung, ähh nein Rede, habe ich für euch zusammengetragen. Schließlich solltet auch ihr an diesen Weisheiten teilhaben:
"Das Leben verläuft auf drei Achsen! ... Es ist möglich zu unterschiedlichen Zeiten am gleichen Ort zu sein, aber es ist unmöglich zur selben Zeit an untschiedlichen Orten zu sein! (Was war jetzt die dritte Achse? Andrea leihst du mir nochmal deine Aufzeichnungen?) ... Wir müssen erkennen, dass wir auf unserem Raumschiff Erde nicht isoliert sind! Alles ist miteinander verbunden! ... Mehr als 8000 Absolventen zählt die Hochschule bereits, auch wenn viele davon tot sind. (Frage: Sterben MW-Studenten früher?)" Außerdem sollen wir die Hochschule nicht vergessen, fleißig für sie werben und natürlich Geld spenden.
Desweiteren ergriff die Studentenvertretung, die Ausländervertretung und schließlich the Head of Förderkreis e.V. das Wort. Ja,.... Ach, wir sollen spenden, hatte ich das bereits erwähnt. Einen Aufnahmeantrag erhielten wir ebenfalls und wenn wir jetzt eintreten, sparen wir die ersten 30 Euro Beitragsgebühr.
Natürlich wurden die 27 Absolventen mit Auszeichnung nochmals "ausgezeichnet", nämlich mit dem Gang auf die "Bühne" und Geschenken. Jippie! Für Anja, Claudi K. und Claudi Sch. standen diese natürlich auch bereit. Schade, dass ihr nicht da ward. Wir sind jetzt stolze Besitzer einer MW-Tasse, einer Anstecknadel, einem Aufnahmeantrag für den Förderkreis und das Absolventenportal, einer gelben Rose und eines längst vergriffenen Bestsellers mit dem Titel "Mittweidas Ingenieure". Das sind noch echte Vorbilder!
Aber der Rest ging nicht leer aus. Nein, allen Anwesenden drohte der Gang nach vorn und auch sie erhielten Geschenke. Das Buch nicht!!!

Zwei Stunden bei sengender Hitze vergingen wie im Flug und am liebsten wären wir gar nicht mehr aufgestanden. Nein, mein Hintern klebte nicht am Stuhl fest. Der Hunger trieb die Massen dann doch ans Buffett und nach drei Gläsern Sekt merkte auch keiner mehr, dass er schon fünfmal das Glas gewechselt hat. Wer soll bei über 200 Menschen im Menü-Saal auch den Überblick bewahren.
Mit gut gefüllten Mägen (die Häppchen waren wirklich gut, dafür hat sich der Weg allemal gelohnt) drehten wir noch eine Runde auf dem Campus, um uns anschließend schweren Herzens voneinander zu verabschieden.

Ja, ihr Lieben habt wirklich etwas verpasst!
Ich freue mich auf weitere lustige Zitate meiner Begleiter!
Liebe Grüße an alle!