Freitag, 28. September 2007

Neuigkeiten aus Mittweida


Ja ich gebe es zu! Ich war wieder da! Wann? Diesen Mittwoch bis Freitag. Also geschlagene drei Tage. Es ist wie eine Sucht von der man einfach nicht loskommt. Man mag es kaum fassen, aber da hat man nicht lange dem guten Städtchen im Herzen Sachsen den Rücken gekehrt, rennt die Uhr schneller den je in Mittweida. Kurze Zusammenfassung:

  • das Brauereigelände wird abgerissen und an seine Stelle das neue Medienzentrum in Form eines E's gebaut
  • Haus Eins befindet sich immer noch im Umbau
  • Mensa und Bibo befinden sich auch im Umbau – war ja noch nie sehr hübsch, aber jetzt ist es richtig hässlich mit zugenagelten Fenstern essen zu müssen
  • Apropo Essen, das schmeckt immer noch wie früher, ist aber treuer geworden
  • der Club steht noch und die Parties sind gut, leider ist das Bier teuer geworden
Ich war richtig überrascht, ich kannte noch mehr Leute als gedacht und hatte die drei Tage gut zu tun. Naja, werde demnächst auch öfter im guten Mittweede sein. Muss ja mein letztes Modul für die Journalistenschule noch machen. Da bin ich froh noch ein paar bekannte Gesichter zu sehen.

Freitag, 21. September 2007

Geschichten aus der Hauptstadt

Heute mit englischen Bären und Berliner Schülern, die nicht mehr zählen können.

Also, dass die Situation an Berliner Schulen nicht die beste ist, wissen wir alle, aber eine Schulklasse hat heute den Vogel so richtig abgeschossen. Gemütlich meine Burger mampfend saß ich am Alexanderplatz, als eine Herde Teenies sich vor mir breit machte. Zwei Lehrerinnen waren auch dabei und hatten einen wunderbaren Plan: alle Schüler sollten sich in 5er Gruppen aufteilen (schließlich könne man so besser die Kinotickets kaufen). Guter Plan, nur leider gab es Probleme bei der Umsetzung. Da waren auf einmal 2er, 3er, 4er und auch 6er Grüppchen, nur ganz bestimmt keine 5er! Nach 10 Minuten sah die Situation noch nicht besser aus, doch leider waren meine Burger alle, also zog ich weiter. Wahrscheinlich hätten die Jungs und Mädels doch lieber noch ne Stunde Mathe machen sollen, anstatt ins Kino zu gehen!

Frisch gestärkt machte ich mich nun aber auf, dass neue Alexa unter die Lupe zu nehmen. Und was soll ich sagen? Wow, ist das GROß!! Und voll!!! Bei 180 Geschäften ist man dann auch ne ganze Weile beschäftigt :) Schließlich ist so ziemlich alles vertreten, was es in Deutschland so an Ketten gibt. Und was lachte mich da auf der ersten Etage an? Ein Original Build-A-Bear-Laden!! Ein was-wie-hä-Laden? fragt ihr euch jetzt bestimmt. In Großbritannien hat sich die Kette mittlerweile schon in jeder größeren Einkaufspassage festgesetzt, hier in Deutschland werden wir nun aber auch nicht mehr davor verschont (laut Maythe gibt es auch einen in Braunschweig und bestimmt noch viel mehr!). Das Konzept ist einfach: wie der Name schon sagt, kann man sich seinen eigenen Teddy basteln. Angefangen beim Fell, der Füllung und sogar Anziehsachen und Accessoires. Was sich zunächst total süß anhört, ist in höchstem Maße kitschig, denn nur hier findet man tatsächlich Prinzessinnen-Teddys mit Glitzer-Rollschuhen und anderem Unsinn! Und die Leute kaufen es wie blöd! Sogar hier in Berlin! Also hier mein Warnhinweis: egal wie beliebt das Zeug noch werden sollte - schenkt mir bitte nie nie nie so einen Bären! Danke ;)

Donnerstag, 20. September 2007

Blablamos Español! ;)

20 Tage Spanien lassen sich folgendermaßen beschreiben: tranquilo, türkisch und teutonisch. Das fing schon im Flugzeug an als ich von neben mit der Standardfrage "Erasmus?" konfrontiert wurde - neben mir saß ein Mädel, die "zufällig" auch als Erasmus-Student nach Spanien flog und sogar das selbe Hostel gebucht hatte. Das sollte sich später zum Intensivkurs Spanisch in Gandia nicht ändern, als etwa die Hälfte der Erasmus-Studenten Deutsch sprach - einschließlich meines slowakischen Apartment-Mitbewohners Jaro und Martin aus Cottbus - dessen deutscher Akzent beim Spanisch-Sprechen übrigens Comedy-Preis verdächtig ist ;) Auf der Fahrt nach Gandia lernte ich noch Esma kennen - sie kommt aus der Türkei und ist damit nicht allein. Die Türken stellen eindeutig zweitgrößte Erasmus-Gruppe nach den Deutschen hier. Somit fühlte ich mich was die ersten Tage anging echt wie zu Hause ;))

Mittlerweile ist der Großteil der Sprachkurs-Teilnehmer nach Valencia weitergezogen und ich wohne mit zwei Spaniern in einer Wohnung im 80er-Jahre-Stil - und mit Weitblick auf´s Meer! :)) Wie früher ist auch das TV-Programm: Wer die guten alten Full House, Baywatch, Friends und Kommissar Rex - Folgen vermisst ist hier jedenfalls genau richtig ;))

Derzeit bin ich dabei mir meinen Stundenplan zusammenzustellen und versuche, die Kurse im vornherein schoneinmal zu besuchen - wenn sie denn stattfinden, denn hier ist alles tranquilo. Was man heute nicht unbedingt tun muss, macht man eben morgen. Von der Siesta einmal abgesehen, die ist heilig ;) Das gilt auch für Fußball - mein Ticket für FC Valencia vs. Real Madrid habe ich jedenfalls schon reserviert!

Saludos,

San Miguel ;)

Montag, 17. September 2007

Aufruf !!!

Wie? Wo? Was? Wer? Weshalb? Warum? ???????
Leider leider passiert hier nicht mehr viel. Deshalb wollte ich jetzt mal einen Aufruf starten! Wo seit ihr? Was macht ihr? Wie geht es euch? Habe zwar zu vielen von euch über ICQ etc. Kontakt, doch wäre es schön auch hier immer mal was zu lesen. Wie es euch geht. Wo ihr euch momentan befindet ...

Ich befinde mich immer noch in Leipzig und schreibe an meinem Diplom. Muss das nächste mal erst im Oktober in die Firma, da momentan der Großteil im Urlaub oder auf Messen ist. So nutze ich die Zeit um in die Deutsche Bücherei zu gehen oder nach MW zum Hilmer zu fahren. Heute bin ich allerdings zu Hause geblieben, da ich noch zwei Bücher aus der Firma habe, welche ich durcharbeiten muss. Wenn ich dabei aus meinem Fenster schaue fällt mir auf, dass in dem Haus gegenüber ein Ehepaar schon seit geschlagenen zwei stunden das bunte treiben auf der Hauptstraße unter mir beobachtet. Dies nicht zum ersten Mal. Man man man, finde ich ne höchst traurige Vorstellung, wenn das der einzige Lebensinhalt der beiden ist.

Es ist schon ein recht seltsames, buntes und wirres Viertel, in dem ich hier wohne. Aber ich lerne es immer mehr lieben. Vor allem seit dem ich Mittwochs nach der Arbeit wieder in einem Jugendzentrum zum töpfern gehe. Hört sich jetzt etwas skurril an, aber macht einen Heidenspaß. Habe alte Bekannte aus früheren Kunstkursen dort getroffen. Diese Zentrum bemüht sich, mit vielen anderen Institutionen im Umkreis, etwas auf die Beine zu Stellen. Das Viertel zu beleben und den doch recht hohen Ausländeranteil in dieser Region Leipzigs zu integrieren. Tolle Sache!